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Kolloidales Silber
(auch Silberwasser, Silberkolloid, colloidal silver...)
Technische Informationen

 
Bereits Ende der 90iger Jahre entwickelte die Firma Jenkner Elektronik, heute unter dem Namen Medionic GmbH bekannt, ein bis heute einmaliges Verfahren zur elektrolytischen Herstellung kolloidalen Silbers.
Inzwischen sind es bereits tausende Internetseiten, die sich mit kolloidalem Silber befassen.
Doch was ist eigentlich “kolloidales Silber”, welches auch “Silberkolloid” oder "Silberwasser" genannt wird?

AKTUELL:

Was ist kolloidales Silber ? 

Um es einfach auszudrücken: kolloidales Silber sind kleinste Teilchen reinsten Silbers, verteilt in destilliertem Wasser.
Etwas wissenschaftlicher formuliert, besteht ein "Kolloid" aus einer gleichmäßigen Verteilung (Dispersion) von ultramikroskopisch kleinen Partikeln mit Durchmesser von ca. 1 bis 100 nm (0,001 bis 0,1 µm) in einem Dispersionsmittel (z.B. Wasser). Diese Partikel bestehen aus einigen wenigen bis einigen tausend Atomen. Auf Grund ihrer evtl. elektrischen Ladung und der sog. Brownschen Molekularbewegung bleiben diese Teilchen in Schwebe. Interessant ist hierbei auch die Kolloidforschung (Organische Physik) von Hacheney.
Demnach dürfte man also pulverisiertes Silber nicht als kolloidal bezeichnen, solange es nicht mit einer entsprechenden Flüssigkeit vermischt wird.
Kolloidales Silber - Herstellung
 
 
 
 
 
 

Herstellung

Kolloidales Silber aus elektrolytischer Herstellung

Kolloidales Silber wird in der Regel auf elektrolytischem Weg mit Hilfe eines geeigneten elektronischen Elektrolyse-Gerätes hergestellt. Dabei werden aus 99,99% reinem Silber (Mindestreinheit) kleinste Partikel (Ionic-Pulser - kleiner als 7 nm!) gelöst und in destilliertes Wasser abgegeben. Dispersionen hoher Qualität haben eine sehr geringe Partikelgröße (Clustergröße) von 5-15 Atome bzw. Ionen. Es sind immer auch größere Cluster vorhanden; dabei nimmt die Zahl der größeren Cluster proportional zur Konzentration zu.
Kolloidales Silber aus elektrolytischer Herstellung besteht grundsätzlich aus einer Mischung aus Silber-Ionen (geladene Teilchen), -Atomen und -Partikeln (Kolloide). Die Verhältnisse dieser Bestandteile schwanken in Abhängigkeit von den verwendeten Silbergeneratoren beträchtlich. Aber auch zeitlich gesehen gibt es deutliche Veränderungen, die sich leicht durch Leitwertbestimmungen feststellen lassen. Das ist vor allem bei Messungen zu berücksichtigen.
Auf Grund dieser Mischung ist es wohl eher richtig, von einer Dispersion mit Lösungsanteilen zu sprechen.
 Auch die Herstellung mit anderen Verfahren ergibt kein reines kolloidales Silber, da Silber in wäßriger Umgebung stets Ionen freisetzt (s.u.).
 
Modernste Geräte wie zum Beispiel der Ionic-Pulser® Standard S plus ermöglichen heute die preiswerte Herstellung kolloidalen Silbers in höchster Qualität und genauester Konzentration mit einem optimalen Anteil an positiv geladenen Ionen. Ohne Einsatz von Zusatzstoffen können selbst mit dem fast nicht leitfähigen Aqua bidest allerbeste Metalldispersionen (zum Beiispiel auch mit Gold) produziert werden. 
Diskussionen um die Art und Höhe der Spannung (Rechteckspannung, Hochspannung usw.) werden oft recht unsachlich geführt und deuten auf mangelndes Fachwissen hin. Der Ionic-Pulser arbeitet mit einer pulsierenden Gleichspannung, die mit bestimmten Wechselspannungsanteilen überlagert ist. Dabei regelt sich die Höhe in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit des Wassers zwischen 5 und 50 V. Das Ergebnis ist ein Silberwasser mit genau reproduzierbaren Eigenschaften.

Kolloidales Silber ohne Ionen?

! Das Vermischen von Silberpulver mit Wasser ergibt ebenfalls kolloidales Silber!
Aber: Von einigen Anbietern wird nun fälschlicherweise behauptet, daß es sich dabei um "echtes kolloidales Silber" handelt, welches keine Ionen enthält. Dabei wird aber unterschlagen, daß Silber in wäßriger Umgebung immer Ionen abgibt, also auch in diesen Mischungen immer Ionen vorhanden sind! 
Außerdem wissen die wenigsten, das die Partikel des Silberpulvers häufig mit Kasein (Milcheiweiß) verkapselt sind, dessen Anteil bis zu 30% betragen kann!
Reinheit und Wirkung dieser Substanzen sind dann natürlich nur noch reine Spekulation. Oft müssen Konzentrationen von mind. 500ppm eingesetzt werden, um noch eine Wirkung zu erzielen.

Konzentration

Die Konzentration wird in ppm (parts per millionen) angegeben. Das bedeutet die Anzahl der Wirkstoffanteile (Silber) auf 1 Million Lösungsstoffanteile (destilliertes Wasser). 25 ppm bedeuten also 25 Silberanteile auf 1.000.000 Wasseranteile, umgerechnet 25 mg pro Liter. Bei kolloidalem Silber werden die Gewichtsanteile zur Konzentrationsberechnung herangezogen.
Besser und verständlicher wäre die Angabe in mg/L (Milligramm pro Liter).

Konzentrations-Messung

Um die Konzentration in einer fertigen Silber-Dispersion zu bestimmen, bedarf es eines gut ausgerüsteten Labors (Fachlabor für Edelmetall-Analytik). Die Konzentration von Metall-Dispersionen ist mit TDS-Geräten nicht meßbar, da diese lediglich die Leitfähigkeit von Lösungen (also den Gehalt an Ionen) messen!
Kolloidale Partikel werden damit nicht erfaßt.
Für den Laien ist damit eine Messung des Gesamt-Silbergehalts weitestgehend unmöglich.
 
Neuerdings werden Silbergeneratoren angeboten, die mit einem Nephelometer zur Konzentrationsbestimmung ausgestattet sein sollen.
Ein solches Nephelometer finden Sie hierhier oder hier. Wie man das in einen Silbergenerator bekommen soll, dürfte zumindest fraglich sein. Der Preis wäre außerdem für die meisten sicher unerschwinglich. Hinzu kommt, daß diese Silbergenratoren ebenfalls elektrolytisch arbeiten und damit Silber-Ionen produzieren. Diese können jedoch nephelometrisch nicht erfaß werden. Damit kann also über diese Methode der Gesamtsilbergehalt ebenfalls nicht bestimmt werden. 
 
Im Unterschied zu den genannten Verfahren werden die Generatoren des Ionic-Pulser® Systems durch präzise Gewichtsbestimmung auf die abzugebende Silbermenge eingestellt. Ein genaues und sehr verläßliches Verfahren, mit dem sich die Probleme der Dispersionsbestimmung ganz einfach vermeiden lassen.

Tyndall-Effekt

Dieses Phänomen (nach dem irischen Physiker John Tyndall benannt) wird häufig zum Nachweis von Silberpartikeln genannt. Dabei kommt es zu einer Lichtstreuung durch die Kolloid-Partikel in einer Dispersion. Ein Lichtstrahl, der durch diese Flüssigkeit geleitet wird, wird damit sichtbar.
Dieser Versuch ist jedoch nur bedingt zum Nachweis von Silberpartikeln tauglich.
Die Lichtstreuung ist von mehreren Faktoren abhängig. Ausschlaggebend ist vor allem die Teilchengröße. Bei Kolloiden, deren Größe sich dem Bereich 1 nm nähert, kann mit Hilfmitteln wie Taschenlampe oder Laserpointer keine sichtbare Lichtstreuung erzeugt werden.
Das ist der Grund dafür, weshalb der Tyndall-Effekt im Silberkolloid, welches mit dem Ionic-Pulser® System hergestellt wird, nach der Herstellung vorerst nicht auftritt. Hier sind die größten Partikel bereits wesentlich kleiner als 7 nm. Erst das allmähliche "Wachsen" der Partikel (van-der-Waals-Kräfte) läßt den Tyndall-Effekt nach ca. 2-3 Tagen auftreten.
 
Das Ausbleiben des Tyndall-Effekts in einer frischen Dispersion und sein späteres Auftreten zeugt von besonders kleinen Teilchen und stellt ein positives Qualitätsmerkmal für kolloidales Silber dar! 

Haltbarkeit der Silber-Dispersion

Grundsätzlich ist reines kolloidales Silber, welches per Elektrolyse hergestellt wird, nur eine begrenzte Zeit voll wirksam. Ursache sind u.a. die allmählich durch abnehmende Ladung zu Boden sinkenden Partikel. Wir denken hierbei jedoch eher an die von Hacheney benannte (Dissolver-) Eigenschaft von destilliertem Wasser, Kolloide aufzulösen, da destilliertes Wasser laut Hacheney gravitativ hoch belastet ist.
Diese Vorgänge sind physikalisch bedingt und auch nicht durch "Lebensenergie-Ladung", "bioenergetische Strukturierung im pulsierenden Phasenfeld" und dergleichen aufzuhalten oder zu verändern.
Die Angabe anderer Anbieter von eine mehrjährigen Haltbarkeit ist haltlos und entspricht in keiner Form den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nur durch (meist problematische) Zusätze vor oder nach der Elektrolyse kann die Haltbarkeit verlängert werden. Hierbei besteht jedoch die Gefahr der Bildung von unerwünschten oder gar schädlichen (giftigen) Silber-Verbindungen.
Da die Haltbarkeit von vielen Faktoren beeinflußt wird, können hier keine genauen Angaben gemacht werden. Man ist wahrscheinlich gut beraten, wenn man kolloidales Silber spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr verwendet.

Lagerung

Die frische Silberdispersion ist über viele Monate gebrauchsfähig, läßt aber in Ihrer Ladung und Wirkung kontinuierlich nach (s.o.). Per Elektrolyse hergestelltes kolloidales Silber enthält eine große Menge positiv geladener Ionen ist dadurch besonders wirksam. Ebenso ist die Partikelgröße unmittelbar nach der Herstellung am geringsten, nimmt dann aber kontinuierlich zu. Es sollte daher möglichst frisch verwendet werden. Um die Silberdispersion in ihrem optimalen Zustand zu halten, muß folgendes unbedingt beachtet werden:
  • Nicht in elektromagnetische Felder stellen (neben Elekktroherd, Steckdosen, TV und Stereoanlage usw).
  • Nicht im Kühlschrank aufbewahren, jedoch kühl und dunkel lagern.

Neue Erkenntnisse über kolloidales Silber

Silberchlorid-BildungEinfache Versuche zeigen, daß viele Aussagen im Internet über kolloidales Silber schlicht und einfach falsch sind.
Wenn man dem Wasser auch nur ein einziges Salzkörnchen hinzufügt, kommt es während der Elektrolyse zu einer starken Silberchlorid- bzw. Silbernitrat-Bildung. Deutlich an der beinah sofort einsetzenden milchig-weißen Trübung erkennbar (Bild rechts). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Verwendung von Leitungswasser oder Mineralwasser.
Gibt man jedoch eine gewisse Zeit nach der Herstellung eine größere Menge Salz in die Dispersion, ist kaum noch eine Reaktion feststellbar. Es kommt nur zu einer sehr geringen Trübung, die auch durch weitere Salzzugaben (oder auch Salzsäure!) nicht verstärkt werden kann.
Es wird vermutet, daß dies auf eine Bindung von freien Elektronen an die Silber-Ionen zurückzuführen ist, die nach der Elektrolyse einsetzt. Außerdem ist Silber relativ reaktionsträge. Die Ursachen können jedoch noch vielfältig sein. Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, daß Silber und Chlor erst oberhalb von 80°C heftig miteinander reagieren.
Was auch immer die Ursache sein mag, es wird deutlich, daß während der elektrolytischen Herstellung große Mengen an reaktionsfreudigen Ionen freigesetzt werden, deren "Bindungsfreudigkeit" sich jedoch im fertigen kolloidalen Silber drastisch reduziert. Erhärtet weden diese Vermutungen durch Leitfähigkeitsmessungen, die zeigen, daß der Leitwert innerhalb weniger Stunden auf kaum messbare Werte abfällt, was ebenfalls auf eine Reduzierung des Ionen-Anteils zurück zu führen sein kann (Dieser Vorgang wurde jedoch von uns noch nicht näher untersucht).
Langzeitversuche sollen nun klären, in wieweit die Zeit eine Rolle spielt und ob nicht die ursprünglich vermutete Reaktionsfähigkeit gänzlich verschwindet. Weitere Erkenntnisse über kolloidales Silber werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.

Empfehlungen zum Kauf von "Silberwasser"

  • Stellen Sie sich Ihr Silberwasser möglichst selber her.
  • Greifen Sie nur im Notfall auf Fertiglösungen zurück. 
    Sie können selbst kaum beurteilen, in welcher Qualität die Herstellung erfolgt und welche Qualitäts- und Wirksamkeitseinbußen Sie durch den Transport hinnehmen müssen.
  • Ausländische Händler können Sie bei Problemen kaum haftbar machen.
    Informieren Sie sich über den Anbieter im jeweiligen Impressum. Unseriöse Anbieter (auch aus Deutschland), die sich hinter holländischen und englischen Adressen (z.B. Ltd.) verstecken, sind für den Laien nicht erkennbar.
    Ausländische Anbieter können über ihr Produkt nahezu alles behaupten, ohne die Gefahr einer Abmahnung.
  • Vermeiden Sie Händler, die mit Heilaussagen werben.

Literatur

Werner Kühni, Walter von Holst: "Kolloidales Silber als Medizin" 

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Hinweis
Der obige Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Die Seite wurde nach unserem derzeitigen Wissensstand erstellt. Der Autor haftet nicht für Schäden, die aus einer unsachgemäßen Verwendung des kolloidalen Silbers entstehen.